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27. März 2014: Wolperode: „Hier läuft es Hand in Hand!“ Besuch von Bürgermeisterkandidatin Franziska Schwarz am 26. März

Beim Schulungsraum der Feuerwehr war Treffpunkt. Gekommen waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, u. a. Ortsbrandmeister Martin Sommer, Jugendfeuerwehrwart Jan Patrick Strauch aus Gremsheim, die Vorsitzende des Frauenkreises Hildegard Potrafke, Frauke Warzecha vom Männergesangverein – einem gemischten (!) Chor-, Herr Torsten Ebeling für die Forstgenossenschaft, Gunda Sälzer und Mascha Tilmann vom Selbsthilfe-Kindergarten Wolperode-Ackenhausen e. V. sowie Ortsvorsteher Kai-Uwe Roßtock. ...
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Gleich bei der kurzen Vorstellung wurde deutlich: Hier arbeitet man Hand in Hand zusammen für ein lebendiges Dorf.

Beispiel Selbsthilfe-Kindergarten, der im August sein 40jähriges Jubiläum feiern wird: Umbau, Einrichtung und attraktive Außenfläche sind mit viel Liebe in Eigenarbeit entstanden. Derzeit wird das Obergeschoss hergerichtet, und man sieht förmlich, wie viele Stunden Ehrenamt dort schon eingeflossen sind. Dorthin soll im Sommer die Kindergartengruppe umziehen, während das Erdgeschoss für die geplante neue Krippengruppe zur Verfügung gestellt wird. Gunda Sälzer berichtet, dass bereits jede Menge Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr vorliegen und einige leider schon abgelehnt werden mussten. Es wäre leichter, wenn die vom Rat beschlossene Reduzierung der Kindergartengruppe auf zehn Kinder wieder aufgehoben würde. Franziska Schwarz: „Das beste Signal ist, dass viele Eltern die Plätze nachfragen. Wir sollten dafür werben, dass noch mehr junge Familien nach Bad Gandersheim ziehen. Eine gute Versorgung mit Kita-Plätzen ist dafür Voraussetzung. Und umgekehrt sind uns viele Kinder für alle Kitas in Stadt und Dörfern willkommen. Es muss auf jeden Fall möglich sein, dass Geschwisterkinder in einen gemeinsamen Kindergarten gehen können.“

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Beispiel Frauenkreis: Hier treffen sich regelmäßig Frauen zum Kaffeetrinken, Erzählen und zu gelegentlichen gemeinsamen Unternehmungen. Für die vielen Älteren unter ihnen bedeutet dieses Zusammensein Abwechslung vom Alltag, Austausch mit anderen und die Gewissheit „Ich gehöre im Dorf dazu.“ Zusätzlich engagiert sich Hildegard Potrafke im Kirchenvorstand für die Restaurierung der Kirche und im Küsterdienst – selbstverständlich alles ehrenamtlich.

Die Feuerwehr hat ihren Schulungsraum ebenfalls in Eigenarbeit gebaut. Ein Stück entfernt liegt die Garage für eines der beiden Feuerwehrfahrzeuge; gleichzeitig werden hier die Ausrüstungen der Feuerwehrkameraden aufbewahrt: Hier ist der Platz inzwischen knapp; mittelfristig ist eine neue Lösung geplant.

Schöne und gute genutzte Anlaufpunkte sind der Kinderspielplatz nahe den beiden Cafés in der Ortsmitte, die informativen Aushangkästen bei der Bushaltestelle am Ortsausgang – sie wurden nach dem erfolgreichen „Tag des offenen Hofes“ im Jahr 2004 aus Restmitteln finanziert – und der besondere Blick über die Heberbörde vom kirchlichen Friedhof aus. Nicht zuletzt ist der Europaradweg, der durch Wolperode führt, eine touristische Attraktion.

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Allerdings wurde auch auf Defizite hingewiesen, bei denen die Dorfgemeinschaft auf Unterstützung der Stadt angewiesen ist. Im Radweg befinden sich Schäden, die u. U. gefährlich werden können. Straßen und Fußwege sind in einem überwiegend schadhaften Zustand. Die Busanbindung ist nicht ausreichend, insbesondere in den Schulferien. Eine Lösung wäre auch für Berufsschüler nötig.

Vor allem an den Wochenenden im Sommer hat Wolperode ein Parkplatzproblem, weil viele Gäste die Cafés nutzen. Natürlich sind alle Gäste sehr willkommen. Aber der Parkraum und die nötige Durchfahrbreite der Fahrbahnen werden zu knapp. Die Stadt hat dazu aktuell Markierungen für Parkflächen anbringen lassen, allerdings versäumt, darauf hinzuweisen, dass entlang der Kreisstraße nicht geparkt werden darf. Ausweichflächen der gastronomischen Betriebe sind bereits eingerichtet worden. „Darauf sollte man diejenigen, die gut ein paar Schritte laufen können, deutlich hinweisen“, so Franziska Schwarz. „Im Übrigen bietet sich Wolperode im Sommer auch als Ziel für eine Tour mit dem Fahrrad an.“

Fazit des Besuchs: Wolperode ist ein gut funktionierendes Dorf zum Wohlfühlen!

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