„Seit vielen Jahren setzen wir uns für ein barrierefreies Bad Gandersheim ein“, so SPD-Ratsfrau Petra Dröge. „Unser Ziel ist ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben für alle, auch im Alter oder mit Behinderung. Wir wollen eine umfassende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, von Gehwegen über öffentliche Gebäude bis hin zu Angeboten des täglichen Lebens.“

Hannelore Kükemück, Barrierefreibeauftragte der Stadt und Vorsitzende des Beirats für ein BARRIEREFREIES Bad Gandersheim, wird nicht müde zu erklären: „Inklusion muss überall eine Selbstverständlichkeit werden! Leider geht es nur sehr mühsam voran, denn die notwendige gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wird nicht von allen gesellschaftlichen und verantwortlichen Gruppen als gleichermaßen wichtig angesehen.“  Dabei verlangt die UN-Behindertenrechtskonvention die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen, auch mit motorischen und sensorischen Einschränkungen. Das ist ein Menschenrecht und keine Floskel.

Auch Ulrich Schröter setzt sich seit vielen Jahren im Beirat und im AWO-Arbeitskreis „Barrierefrei“ intensiv für Barrierefreiheit ein: „Es muss bei öffentlichen Bauplanungen selbstverständlich sein, diesen wichtigen Bereich mitzudenken. Dafür gibt es auch viele gute Beispiele.“

In ihrem Wahlprogramm listet die Bad Gandersheimer SPD auf, was bereits erreicht wurde, u.a.:

·       Ein aktiver Beirat für ein BARRIEREFREIES Bad Gandersheim unter Beteiligung der Wohlfahrtsverbände.

·       Die Position einer Barrierefrei-Beauftragten als beratendes Mitglied in den Ratsgremien.

·       Beachtung der Barrierefreiheit bei neuen Bauvorhaben, z. B. Mensa der Grundschule, Kitas, Landesgartenschau-Gelände, Neubau der Stadtwerke und aktuell auch in der im Umbau befindlichen Baderstraße.

·       Umgestaltung des Pavillons an der Grundschule für die Schaffung von inklusiven Beschulungsmöglichkeiten.

·       Anschaffung eines mobilen „Treppensteigers“ für das historische Rathaus und andere Gebäude.

·       Das Faltblatt „Nette Toilette“ mit Hinweis auf rollstuhlgerechte Toiletten und Wickelmöglichkeiten in der Innenstadt.

·       Auch ein Teil vorhandener Barrieren auf Wegen, Straßen und Plätzen wurde  beseitigt und barrierefrei umgebaut.

Maximilian Meyenberg, der erneut für den Stadtrat kandidiert und selbst durch eine Sinnesbehinderung betroffen ist, erklärt: „Ich werde mich gerne dafür einsetzen, dass Menschen mit Einschränkungen gehört und ihre individuellen Einschränkungen im öffentlichen Raum berücksichtigt werden!“

Ratskandidatin Christine Hattenbach, lange Zeit in der Altenpflege und ehrenamtlich im Beirat für ein barrierefreies Bad Gandersheim aktiv, bringt es auf den Punkt: „Die Menschen sollen sich bei uns wohl fühlen, auch bei Behinderung oder mit Hilfebedarf.“ 

„Es ist nicht einfach, in unserer historischen Altstadt überall die Barrierefreiheit zu sichern. Dennoch stellen wir dieses Ziel bei allen kommunalen Bauvorhaben weiterhin ganz nach oben“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Jonas Schnute. „Das gilt auch für Maßnahmen der Dorfentwicklung, z. B. bei Dorfplätzen. Die SPD-Stadtratsfraktion arbeitet eng mit unserer Barrierefrei-Beauftragten Hannelore Kükemück zusammen. Als betroffene Person, die selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist, kennt sie die Barrieren für körperbehinderte Menschen sehr genau und setzt sich immer wieder für weitere Verbesserungen ein. Unsere Ratsfraktion ist Hannelore Kükemück für ihren unermüdlichen Einsatz sehr dankbar. Wir werden uns auch zukünftig mit Nachdruck für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen und freuen uns dabei über jede weitere Unterstützung.“