„Unbedingt unterstützenswert!“ – Jugendraum ist wichtiger Anlaufpunkt für unsere Jugend in Bad Gandersheim: SPD-Fraktion besucht den Jugendraum
Ortstermin Jugendraum in der Marienstraße: Mitglieder der SPD-Fraktion und weitere Interessierte besuchten in dieser Woche den Jugendraum. „Wir wollen uns selbst ein Bild davon machen, wie die offene Jugendarbeit in unserer Stadt funktioniert“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Jonas Schnute. „Eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit bei diesem wichtigen Thema wäre gut“, so Jonas Schnute. „Leider wurde ein fraktionsübergreifendes Gespräch dazu kürzlich von den Unabhängigen abgesagt.“
Der Jugendraum in der Marienstraße wird gut angenommen. Ca. 30 bis 40 Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren besuchen ihn zu den Öffnungszeiten zwischen 16 und 20 Uhr. Freitags ist bis 21 Uhr geöffnet. Die Jugendlichen können sich über eine App über die aktuelle Öffnungszeit informieren. Der Stadtjugendpfleger ist immer vor Ort. Die Jugendlichen brauchen diesen Raum, um ungestört miteinander im Kontakt zu sein, Tischtennis, Kicker oder Billard zu spielen und einen erwachsenen Ansprechpartner bei Fragen oder Konflikten zu haben. Es werden auch Themen besprochen, bei denen die Jugendlichen mitbestimmen und sich aktiv beteiligen können, z. B. beim Farbanstrich der Wände. Nicht alle Wünsche sind erfüllbar, aber manches lässt sich trotz des schmalen Budgets realisieren, z. B. ein Boxsack zum Trainieren. Die Jugendlichen bestimmen mit, wo der aufgehängt werden soll. Ein weiterer Wunsch der Jugendlichen ist ein neuer Bezug für den Billardtisch. Dies ist nachvollziehbar, wie die SPD-Fraktion feststellen konnte.
„Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist uns sehr wichtig“, erklärt Ratsfrau Petra Dröge. „Damit lernen sie früh, nicht nur ihre Interessen zu formulieren, sondern auch die Bedürfnisse anderer zu respektieren und demokratische Entscheidungen zu treffen.“ Geeignet sind vor allem konkrete Beteiligungsprojekte, bei denen die Jugendlichen möglichst schnelle Ergebnisse wahrnehmen können. Petra Dröge verweist auf das Budget im Haushalt der Stadt Bad Gandersheim, das auf Initiative der SPD für Beteiligungsprojekte von Kindern und Jugendlichen beschlossen wurde. „Hieran können und wollen wir anknüpfen!“
Der Jugendraum, seit den 80er Jahren in Betrieb, ist in die Jahre gekommen. Es wurde zwar aufgeräumt, eine einfache neue Küche besorgt und neue Toilettenbecken installiert. Dennoch besteht erkennbar Renovierungsbedarf. Die Mädchen, die mittlerweile ebenso wie die Jungen den Raum gut nutzen, wünschen sich ein zusätzliches Zimmer, in dem sie auch mal unter sich sein können.
„Die Kinder und Jugendlichen brauchen diesen Anlaufpunkt außerhalb von Schule und Elternhaus“, ist Petra Dröge überzeugt. Natürlich sind auch behinderte Kinder und Jugendliche im Jugendraum und bei den Aktionen der Stadtjugendpflege willkommen. Neben den beliebten besonderen Ereignissen wie Weltkindertag und Ferienpass (inzwischen gibt es vier Ferienpässe pro Jahr) ist auch die tägliche offene Jugendarbeit unersetzbar.
Die SPD-Fraktion nimmt diese Informationen und Erkenntnisse mit in die Ratsarbeit. „Das Wichtigste ist vielleicht, für die Kinder und Jugendlichen da zu sein, im Gespräch mit ihnen zu bleiben, ihnen zuzuhören und sie ernst zu nehmen. Deshalb werden wir weiterhin die Stadtjugendpflege unterstützen und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stärken und ausbauen“, so Anja Görlach für die SPD Bad Gandersheim.
„Dass sich in Sachen Jugendbeteiligung spürbar etwas bewegt,“ so Petra Dröge abschließend, „sieht man daran, dass sich in dieser Woche erstmalig ein Gremium trifft, das überwiegend aus SchülervertreterInnen aller ansässigen Schulen besteht. Gemeinsam mit dem Stadtjugendpfleger und Vertreterinnen des Rates entscheidet es über die Verteilung von Fördergeldern, die auf Initiative des Stadtjugendpflegers für Projekte der Kinder- und Jugendarbeit bereitgestellt wurden.“